Pressestimmen

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http://www.miroque.de

25.03.2011

Wie passen Archäologie und Reenectment zusammen? Diese Frage wird im Solling ganz einfach beantwortet. Der KNDW e.V. (Kultur-Naturhistorischer Dreiländerbund e.V.) und die Groner Kriegsknappen, eine Reenactmentgruppe, die als Schwerpunkt ihrer Darstellung die Mitte des 13. Jahrhunderts gewählt hat, haben sich zusammengeschlossen, um die Ausgrabungen des Dorfes Schmeessen fortzuführen.

Bereits beim Brückenfest in Lauenförde konnte sich diese Gruppe aus dem Raum Göttingen-Kassel-Uslar mit ihrer Darstellung einer umherziehenden Söldnertruppe samt Tross einbringen. Sie konnten nun auch für die Weiterführung diverser Projekte gewonnen werden.

Der KNDW bietet seit nunmehr sechs Jahren nach seiner Gründung nach wie vor die Gelegenheit für Studenten und Schüler, bei der archäologischen Lehrgrabung tätig zu werden. Sie können dort anerkannte Grabungsscheine erwerben, die für das Studium der Archäologie notwendig sind. Die Organisation, zum Beispiel Transport der Personen und Gerätschaften, die Bereitstellung von Material und Verpflegung sowie Übernachtungsmöglichkeiten werden vom KNDW sichergestellt. Neben der Glashütte am Lakenteich von 1650, der romanischen Kirchenruine der Siedlung Winnefeld finden ebenfalls Forschungen zu den Lebensumständen und der Siedlung im Bereich Schmeessen statt.

Für das Jahr 2011 werfen zwei Ereignisse ihre Schatten voraus. Im Juni wird erstmalig ein historisches Sommerfest in Schmeessen stattfinden. Zum Tag des offenen Denkmals im September wird in Winnefeld rund um die Überreste der romanischen Kirche ein Fest gefeiert. Aus diesem Anlass wird das neu errichtete Eichenkreuz geweiht, das in einem würdigen Rahmen an die früheren Bewohner Eichenkreuz der Ortschaft Winnefeld erinnert.

Mehr Infos auf den Hompages des KNDW und der Groner Kriegsknappen.


http://www.jobcenter-kreis-hoexter.de

Höxter, 19.07.2011

Langzeitarbeitslose unterstützen Erhalt der früheren Klosteranlage „tom roden“

Höxter. Der gemeinnützige Verein „Kultur- Naturhistorischer Dreiländerbund Weserbergland e.V.“ (KNDW) führt mit Unterstützung des Jobcenter Kreis Höxter eine Aufarbeitung der früheren Ausgrabung in der Klosteranlage „tom roden“ in Corvey durch. 

Der Verein hat sich die Förderung kultur- und naturgeschichtlicher Projekte im Weserberg-land zum Ziel gesetzt. Das Dreiländereck am Rande des Solling im Weserbergland bietet mit seinen historischen Ortskernen, Burgen und Klöstern und mit Tausenden wenig bekannter verwaister Orts- und Wirtschaftsplätze eine Fülle von kultur-naturhistorischen Denkmälern. Die Spuren der ehemaligen Benediktinerpropstei “tom roden“ (von Friedhof, Kirche und Konventgebäuden) wurden erst Ende der 1970er Jahre entdeckt und archäologisch untersucht. Von 1976 bis 1980 wurde die Anlage in Ihrem Grundriss erfasst. In einem zweiten Schritt (1990/91) erfolgte dann sichtbare Aufmauerung der Grundmauern über dem Boden. Zur Unterstützung und Vorbereitung weiterer archäologischer Untersuchungen der Universität Halle-Wittenberg werden seit dem 06. Juni 2011 Arbeitsgelegenheiten für Langzeitarbeitslose durchgeführt.

Zu den vorbereitenden Tätigkeiten gehören u.a. die Säuberung und Aufbereitung der alten Grabungsflächen, das Anlegen neuer Ausgrabungsfelder sowie Sicherungsarbeiten an bestehenden Objekten und in den neuen Grabungsfeldern. Bei den Grabungsarbeiten zu Tage gekommene Fundstücke aus mittelalterlicher Keramik oder Metall werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern entsprechend gereinigt, beschriftet und katalogisiert.

Derzeit nehmen an den Grabungsarbeiten in „tom roden“ 8 Langzeitarbeitslose aus dem Stadtgebiet Höxter teil. Ziel dieser Maßnahme ist die Stabilisierung und Qualifizierung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Ausrichtung auf den Arbeitsmarkt. Die erworbenen Fertigkeiten und Qualifikationen, so auch der Erwerb eines sog. „Grabungsscheins“, sind ein Schritt in diese Richtung.

Als Träger von Ausgrabungsprojekten weiß der Verein um die individuellen Probleme der Teilnehmer Bescheid. Nach nunmehr 4 Wochen seit Beginn der Arbeitsgelegenheiten gibt es erste positive Rückmeldungen zu den Teilnehmern, denn alle sind mit hohem Einsatz und Eifer bei der Sache. Thomas Stock, Teamleiter des Jobcenter Kreis Höxter, zieht eine positive Bilanz zu den Arbeitsgelegenheiten: „Ich freue mich, dass durch den Einsatz von Langzeitarbeitslosen für diese Ausgrabung der Erhalt von Bodendenkmälern unterstützt wird und gleichzeitig ein Beitrag zur Stabilisierung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen geleistet wird.“

Die Arbeitsgelegenheiten werden – je nach Witterung – voraussichtlich bis Dezember 2011 weitergeführt.