Pressestimmen

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Artikel vom 03.12.2011

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz

Groner Kriegsknappen trotzten dem Regen

Lauenförde (pv) – Unter den widrigen Witterungsbedingungen (Dauerregen mit Sturmböen) hat der kleine mittelalterliche Weihnachtsmarkt auf dem Lauenförder Dorfplatz am Grubenhaus gelitten. Nur wenige Besucher kamen am Samstag zu den Ständen und Buden, die inmitten des Weserdorfes aufgebaut waren.

Die Groner Kriegsknappen gestalteten das mittelalterliche Programm.

© Vössing

Die Organisation der Veranstaltung hatte der Kultur-Naturhistorische Dreiländerbund Weserbergland e.V. (KNDW) übernommen. Aus Göttingen kamen die Groner Kriegsknappen angereist, die sonst oft bei den Ausgrabungsstätten Nienover und Schmeessen anzutreffen sind. Sie bauten ihre mittelalterlichen Zelte neben den weihnachtlichen Buden auf. Alles war bereitet für einen außergewöhnlichen Weihnachtsmarkt.

Neben mittelalterlichen Zelten waren auch Weihnachtsbuden aufgebaut.

© Vössing

Die Knappen hatten einen Wurfstand für Kinder aufgebaut und in einem Zelt boten die Groner Glasperlen aus eigener Anfertigung an. Im Grubenhaus wurden zudem Zinnfiguren gegossen. Auch selbst gemachte Weihnachtssterne und Socken konnten käuflich erworben werden.

Das DRK hatte für die Spendenaktion „Ich helfe Afrika" Buttons und Karten vom Weser-Skywalk verkauft.

Im Grubenhaus wurden Zinnfiguren gegossen.

© Vössing

Mit Waffeln, Grillwürstchen, kühlen Getränken und Glühwein wurde dafür gesorgt, dass sich die Besucher rundum wohlfühlten. Buden mit kleinen Weihnachtsaccessoires und selbst gestrickten Mützen rundeten das Angebot des Marktes ab.

Trotz der schlechten Witterungsbedingungen ließen sich die Groner Kriegsknappen ihre Laune nicht verderben. „Im Dezember muss man halt mit solch einem Wetter rechnen", erklärte Jürgen Koch vom Organisationsteam des KNDW.

Der Erlös des mittelalterlichen Marktes kommt übrigens der Hilfsorganisation von Dr. Hermann Hunzinger - Kinderdorf Awassa in Äthiopien - zugute.


Artikel vom 25.11.2011

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt in Lauenförde

Weihnachtsmarkt rund um das mittelalterliche Grubenhaus auf dem Dorfplatz.

© Vössing

Lauenförde (brv) - Der Kultur-Naturhistorische Dreiländerbund Weserbergland e.V. veranstaltet am Samstag 3. Dezember und am Sonntag 4.Dezember 2011 den ersten mittelalterlichen Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz in Lauenförde. Mit Unterstützung der Groner Kriegsknappen können sich die Besucher im mittelalterlichen Flair auf die Weihnachtszeit einstimmen. Weitere Aktivitäten rund um den Weihnachtsmarkt bieten unter anderen das DRK-Lauenförde, die AWO-Lauenförde und viele mehr an. Ein Teil des Erlöses kommt dem Projekt „Kinderdorf Awassa" zu Gute. Über eine rege Teilnahme der Bevölkerung aus der Umgebung würden sich die Veranstalter sehr freuen.


Artikel vom 19.07.2011
Langzeitarbeitslose engagieren sich: Historische Klosteranlage wird instand gesetzt

(v.l.) Thomas Stock, Hans-Peter Grewe, Jürgen Böth, Andreas König und Jürgen Koch vor einer historischen Warmluftheizung aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts.

© Foto: Reinbold

Höxter (kai) - Wertvolles archäologisches Kulturgut wird derzeit fachmännisch restauriert. Der bekannte Mittelalterarchäologe und Hochschullehrer Professor Dr. Hans-Georg Stephan hatte die ehemalige Klosteranlage "tom roden" bei Feldbegehungen in den 1970er Jahren entdeckt. Anschließend folgten aufwändige Grabungsarbeiten. Inzwischen sind die Mauern der Ruine wieder freigelegt. Langzeitarbeitslose aus Höxter kümmern sich seit Juni unter fachkundiger Anleitung um die notwendigen Restaurierungsarbeiten.

Die Überreste des einstigen Klosters sind der Witterung schutzlos ausgeliefert und dem allmählichen Verfall ausgesetzt. Die Stadt Höxter übernimmt die notwendigen Materialkosten, ihr fehlen jedoch die finanziellen Mittel, um die Kosten der aufwändigen Arbeiten alleine zu tragen. Der „Kultur-Naturhistorische Dreiländerbund Weserbergland" (KNDW) hat deshalb die Verantwortung für die Aufarbeitung der historisch wertvollen Klosteranlage übernommen.

Bei den anfallenden Arbeiten treten verschiedene Fundstücke aus Keramik oder Metall zutage, die gereinigt, beschriftet und katalogisiert werden müssen. Diese Tätigkeiten übernehmen acht Langzeitarbeitslose aus Höxter. Ziel sei, die Menschen zu stabilisieren, ihnen eine sinnvolle Aufgabe zu geben und ihre Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verbessern, so Thomas Stock vom Jobcenter Höxter, Teamleiter im Bereich Fallmanagement und Sonderprojekte. Die Teilnehmer nutzen die Maßnahme, um einen Grabungsschein zu erwerben, der ihnen ermöglicht, in Zukunft vergleichbare Tätigkeiten auszuüben.

Über die Gründungsgeschichte der Klosterruine "tom roden" ist nahezu nichts bekannt. „Wir wissen nur, dass sie um 1150 erbaut wurde", erzählt Stadtarchäologie Andreas König. Möglicherweise handele es sich um eine sogenannte Sühnestiftung, worauf einiges hindeute. Eine andere Theorie besage, dass das Kloster nichtadeligen Mönchen des Benediktinerordens vorbehalten war. Beide Annahmen ließen sich jedoch nicht beweisen, so König. „1536 wurde das Kloster aufgehoben. Sein Besitz fiel an Corvey, die Gebäude wurden danach als Steinbrüche genutzt", weiß der Stadtarchäologe. Etwa ein Dutzend Mönche haben einst in "tom roden" gelebt und gearbeitet.